3 Fragen an das neue Vorstandsmitglied Marco Litto

Dr. Marco Litto, Senior Vice President – Strategy & Corporate Program, EPLAN wurde als Vorstandsmitglied in die IDTA berufen. In einem kurzen Interview berichtet er über seine Erfahrungen im Bereich Digitaler Zwillinge und Engineering und seine Ambitionen für die neue Rolle.

Was ist dein beruflicher Hintergrund und wie überschneidet sich die Tätigkeit mit dem Digitalen Zwilling?

Als Mitglied des Eplan Management Boards verantworte ich den Bereich Corporate Program & Strategy. In dieser Funktion beschäftige ich mich intensiv mit der strategischen Weiterentwicklung unseres Unternehmens sowie mit Zukunftstechnologien, die für unsere Kunden und Partner von zentraler Bedeutung sind. Ein Schwerpunkt ist dabei die offene und standardisierte digitale Vernetzung mit Partnern durch Daten und Integrationen. Offene Standards wie AAS und ECLASS ermöglichen es Eplan, unseren Partnern und den Anwendern weltweit, ihre Daten konsistent und effizient zu nutzen. Entscheidend ist dabei der konkrete wirtschaftliche Nutzen: höhere Prozesssicherheit, geringere Integrationsaufwände und messbar schnellere Wertschöpfung.

Bei welchen Aktivitäten der Asset Administration Shell (AAS) oder IDTA warst du bisher involviert?

Wir sind in verschiedenen Workstreams der IDTA aktiv. Neben mehreren Submodell-Gruppen engagieren wir uns insbesondere in der Use‑Case‑Gruppe Digital Component. Unsere Engineering-Perspektive bringen wir zusätzlich in die Arbeit der Open Technology Working Group ein. Darüber hinaus verantworten wir die Submodell‑Gruppe Automation Engineering und treiben den Use Case Collaborative Engineering gemeinsam mit einer Vielzahl an Partnern voran. Zu diesem Use Case gab es bereits mehrere Messe‑Demonstratoren – sowohl an den IDTA‑Ständen als auch an den Eplan‑Ständen auf verschiedenen Veranstaltungen.

Warum ist eine Initiative bei IDTA wichtig?

Aus unserer Sicht ist unsere Initiative in der IDTA wichtig, um das Know-how von Softwareunternehmen mit Engineering-Fokus einzubringen und die Weiterentwicklung zentraler Standards zu unterstützen. Gleichzeitig leisten wir einen Beitrag zur Verbesserung sowie zur internationalen Verbreitung und produktiven Nutzung von AAS und ECLASS. Nur wenn solche Standards weltweit eingeführt und angewendet werden, kann die digitale Zusammenarbeit aller wichtigen Player in der Automatisierungstechnik effizient und skalierbar umgesetzt werden.