3 Fragen an das neue Vorstandsmitglied Oleksandra Ostapenko

Oleksandra Ostapenko, Head of Product Management for Industry Standards, SAP wurde als Vorstandsmitglied in die IDTA berufen. In einem kurzen Interview berichtet sie über ihre Erfahrungen im Bereich Digitaler Zwillinge und Standardisierung und ihre Ambitionen für die neue Rolle.

Was ist dein beruflicher Hintergrund und wie überschneidet sich die Tätigkeit mit dem Digitalen Zwilling?

Ich habe mehr als 15 Jahre internationale Erfahrung in der Leitung komplexer, groß angelegter Programme und Produkte, im Aufbau strategischer Initiativen und in der Realisierung wirksamer Ergebnisse in funktions- und kulturübergreifenden Teams. Als Head of Product Management, Industry Standards bei SAP definiere ich die Produktvision, die Strategie und die Roadmap, um Industriestandards – insbesondere die Asset Administration Shell (AAS) – in unserem Portfolio zu verankern, und leite Initiativen, um die Akzeptanz sowohl unserer Produkte als auch der Standards zu fördern. Ich bin davon überzeugt, dass meine praktische Erfahrung bei der Umsetzung von Standards in unternehmensweite Produkte der IDTA-Gemeinschaft einen unmittelbaren, messbaren Nutzen bringen wird.

Bei welchen Aktivitäten der Verwaltungsschale und der IDTA warst du bisher involviert?

Wir haben bereits AAS-Funktionen, wie verschiedene Teilmodelle und APIs, in unser Produkt SAP Business Network Asset Collaboration integriert, um die Interoperabilität und Effizienz bei der Zusammenarbeit digitaler Zwillinge zu fördern. Diese Funktionen ermöglichen es OEMs, Betreibern und Zulieferern, Anlagendaten effizient auszutauschen, Prozesse zu automatisieren und sich auf die Einhaltung von Initiativen wie dem Digitalen Produktpass (DPP) vorzubereiten. Neben der Entwicklung dieser Funktionen arbeiten wir aktiv mit unseren Kunden zusammen, um sie bei der Implementierung zu unterstützen, und beteiligen uns an den Arbeitsgruppen der ITDA.

Warum ist eine Initiative bei IDTA wichtig?

Betrachte ein beliebiges Produkt von heute: Dahinter steht ein Gefüge aus Designern, Zulieferern, Herstellern, Logistikern und Serviceteams, die alle eine wichtige Rolle spielen. Doch ihr gemeinsamer Erfolg hängt von einem entscheidenden Faktor ab: Wie effektiv sie zusammenarbeiten, und zwar mithilfe von Daten, die präzise, verläßlich und jederzeit verwertbar sind. In der vernetzten Wirtschaft von heute hängt der Erfolg nicht nur davon ab, was dein Unternehmen tun kann, sondern auch davon, wie gut es mit seinen Partnern zusammenarbeitet und ob es seinen Daten vertrauen und sie nahtlos austauschen kann.
Für mich sind Standards das Rückgrat der Interoperabilität und Zusammenarbeit in globalen Lieferketten. Die AAS fördert die Zusammenarbeit, indem sie eine einheitliche, digitale und erweiterbare Sprache für Produkte bereitstellt. Sie überbrückt Kommunikationslücken, vereinfacht den Datenaustausch und stärkt das Vertrauen zwischen den Partnern im Ökosystem. Eines meiner Hauptziele bei der ITDA ist es daher, gemeinsam die Verbreitung der AAS zu fördern und ihre Akzeptanz in den Unternehmen zu beschleunigen.