IDTA und IDSA schaffen gemeinsame Grundlage für industrielle Datenökosysteme
AAS und Dataspace Protocol sollen gemeinsam Interoperabilität und sichere Datenräume in industriellen Wertschöpfungsnetzwerken stärken
Industrial Digital Twin Association (IDTA) und International Data Spaces Association (IDSA) bündeln ihre Kompetenzen, um den industriellen Datenaustausch und die Nutzung digitaler Zwillinge künftig enger miteinander zu verzahnen. Die Kooperation verbindet zwei zentrale Bausteine der digitalen Industrie: Während IDTA den Standard für den digitalen Zwilling auf Basis der Asset Administration Shell (AAS) entwickelt, adressiert die IDSA mit der Standardisierung des Dataspace Protocols die Interaktion in dezentralen Datenräumen. Durch das Zusammenspiel beider Standards können Daten aus digitalen Zwillingen strukturiert erfasst und gleichzeitig über Datenräume vertrauenswürdig zwischen Unternehmen, Branchen und Wertschöpfungsnetzwerken bereitgestellt und genutzt werden. Ziel der Kooperation ist es, Interoperabilität und Datensouveränität in der Industrie weiter voranzubringen und so neue datenbasierte Anwendungen und Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Die Vereinbarung wurde am 12. März 2026 im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung offiziell unterzeichnet, bei der Teilnehmer beider Communities zum Austausch über gemeinsame Aktivitäten und zukünftige Initiativen zusammenkamen.
„Die Kombination aus AAS und dem Dataspace Protocol schafft einen entscheidenden Mehrwert für industrielle Datenökosysteme. Gemeinsam leisten wir damit einen wichtigen Beitrag zur Standardisierung in industriellen Wertschöpfungsnetzwerken. Unser Ziel ist es, Unternehmen eine verlässliche Basis zu geben, um Daten aus digitalen Zwillingen interoperabel zu beschreiben und gleichzeitig vertrauenswürdig zwischen Partnern zu teilen“, sagt Christian Mosch, Geschäftsführer IDTA.
„Digitale Zwillinge bieten Industrieunternehmen großes Potenzial für mehr Effizienz und neue Innovationen“, sagt Lars Nagel, CEO der IDSA. „Dieses Potenzial entsteht besonders dann, wenn die im digitalen Zwilling erzeugten Daten nicht isoliert bleiben, sondern sicher für KI-Anwendungen und Partner entlang der Wertschöpfungskette nutzbar sind. Data Spaces ermöglichen genau das: Sie schaffen vertrauenswürdigen Zugang zu Daten, ohne dass Unternehmen die Kontrolle darüber verlieren. So entsteht die Basis für neue datengetriebene Lösungen, von denen alle Beteiligten profitieren.“

Bild: IDTA und IDSA beschließen Kooperation zur Stärkung industrieller Datenökosysteme
Quelle: IDTA